Mit dem L300 in die Ukraine

Wieder einmal bereitet die Pilotesse eine Fahrt in die Ukraine vor. Schon in den nächsten Tagen wird es losgehen.

Im Moment sieht die kleine Wanderdüne aus, als hätte eine Bombe dreingeschlagen  ….  und das soll alles wieder rein?? Wir sind gespannt.

Ein Fahrfehler hat die Pilotesse Anfang der Woche um Haaresbreite eine Scheibe gekostet: Vor lauter höflichem Rechts ranfahren wollte ein Straßenschild unbedingt durchs Seitenfenster einsteigen. Den Wohnmobilgöttern sei Dank nur ein kleiner Sprung in der Schüssel, denn für eine Reparatur wäre vor Abfahrt kaum noch Zeit gewesen.

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Grundsatzentscheidung – Investition ja oder nein?

Nach anfänglich intensiven Investitionen war die kleine Wanderdüne in den letzten zwei, drei Jahren ein unproblematischer Reisegefährte. Nun steht jedoch eine Herausforderung an, die für viele Artgenossen das Aus bedeutet: die Kupplung ist komplett hinüber und auch das Getriebe sollte bei der Gelegenheit überholt werden. Das ist ein teurer Spaß…

Kupplung und Getriebe sind bei dem kleinen L300 stark belastet – das ursprünglich „kleine“ Basisfahrzeug muss nach dem Umbau zur Schrankwand im Grunde immer Höchstleistungen bringen, auch wenn es keine Höchstgeschwindigkeiten  fährt. Zwei Tonnen wollen nun mal über Berge und Steigungen gebracht werden.

Der langen Rede kurzer Sinn: Yes we can. Die Wanderdüne wird repariert und die Pilotesse den Gürtel ein bisschen enger schnallen in den nächsten Monaten. Sie haben noch viel vor, die Wanderdüne und die Pilotesse !

Nächtliche Rettungsaktion

Nach einem schönen Sonntagsausflug befand sich die Pilotesse auf dem Heimweg, als sie beim Beschleunigen ein seltsames Verhalten der kleinen Wanderdüne bemerkte: Im dritten und vierten Gang hörte es sich manchmal Sekundenbruchteile so an, als würde der Motor im Leerlauf hochdrehen. „Da musst Du dann wohl am Montag mal in die Werkstatt, Kleiner“, dachte sich die Pilotesse, denn normal war das eindeutig nicht.
Der kleine Jerome hatte irgendetwas bei der Ansage „morgen“ allerdings mißverstanden, denn an einer leichten Steigung, kurz vor einer Abfahrt, bemerkte die Pilotesse, dass Jerome überhaupt nicht mehr zog.
Null.
Nichts.
Gar nicht.
In keinem Gang…
Die Wanderdüne rollte genau zwischen Ein- und Ausfahrt auf den Standstreifen, kurz vor elf Uhr nachts. Da der grösste Horror der Pilotesse wäre, wenn ein Fahrzeug das Wohnmobil erfassen würde, liess sie die bewegungsunfähige Wanderdüne kurzerhand mit hart eingeschlagenem Lenkrad weiiiiiiit in den Grünbereich hineinrollen – und rief die gelben Engel.

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Um 23:36 war der Retter vom ADAC bereits da und bestätigte die Vermutung der Pilotesse: die Kupplung war hinüber.
So wurde die kleine Wanderdüne erst mit „Brille“ von der Autobahn in Sicherheit gebracht und dann in der Werkstatt von einem LKW huckepack genommen.

Fest verzurrt legte sie so die Kilometer bis in die heimatliche Werkstatt zurück.

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Und da steht sie nun, und wartet auf ihre Diagnose durch die Hand der Meister…

Ferrari-Rot

„Also, das Ferrari-Rot steht ihm eigentlich ganz gut…“

„Ja klar. Und wahrscheinlich haben Sie ihm auch ein gelbes Schwertransport-Lämpchen aufs Dach montiert…“

„Werden Sie ja gleich sehen….“

Ferrari-Rot???

Die Pilotesse hat weiss und beige bestellt. Ganz klassisch. Old-fashioned.

Wie in Drei-Wohnis-Namen kommen die Jungs auf Ferrari-Rot??

Die haben doch wohl nicht…..….egal, gleich isser ja da….

 

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Isser nicht schick??

Ein glänzendes Kerlchen!

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Keine merkwürdigen Mattschrumpellackierungen mehr!!

Aber wie verflixt noch eins kamen die Jungs denn jetzt auf Ferrari-Rot?

Die haben doch wohl nicht…

…aber die werden doch wohl….

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Sie konnten es sich nicht verkneifen – ein klitzekleines bisschen Ferrari-Rot musste einfach sein!

Ja, wo isser denn…?

Die Pilotesse sitzt auf Kohlen.

Zwar hat die kleine Wanderdüne aus der Werkstatt des Lackzaubermeisters anrufen lassen, um einige Schlüssel-Fragen und Beleuchtungstechnik zu klären, aber die Pilotesse hat ihren Jerome noch nicht wieder.

Die Jungs werkeln daran.

Und dabei rückt der Urlaub doch immer näher….

….und wenn da jetzt was dazwischenkommt….

….oder was kaputtgeht…..

 

Der Trick mit dem Tank

Für jeden Besitzer eines L300 Wohnmobils kommt  er, früher oder später, irgendwann: Der Moment des ersten Betankens.

Der frischgebackene Wohnmobilist schraubt in tief gebückter Haltung ehrfurchtsvoll den meist noch ganz altmodisch per Zündschlüssel abzuschliessenden Tankdeckel auf, greift sich den Tankstutzen an der Tankstelle (Benziner bitte niemals E10, das vertragen unsere alten Schätzchen mit ihren echten Vergasermotoren überhaupt nicht!), steckt ohne unanständige Hintergedanken den Tankrüssel ins Tankrohr, arretiert den kleinen Bügel am Stutzen, der das Benzin ungehindert fliessen lässt und richtet sich erwartungsvoll auf.

Noch ehe sich der Oberkörper des Wohnmobilisten in der Senkrechten befindet, macht es laut und vernehmlich „Klack!“ und der Tankrüssel schaltet die Benzinzufuhr ab. Kann ja mal passieren, denkt sich der Frischling und das Spiel wiederholt sich. Und wiederholt sich. Und wiederholt sich….dabei ist der Tank doch fast leer!

Halt halt, mein Freund, das ist doch kein Grund, an der Tankstelle zum HB-Männchen oder -Frauchen zu mutieren – das geht jedem so!

Da das Tankrohr beim L300 recht lang und schmal ist, sammeln sich dort sehr schnell Benzingase, auch wenn der Tank noch längst nicht voll ist. Die empfindlichen Sensoren an den modernen Tankstutzen schalten den Benzinzulauf dann sofort ab, weil sie glauben, der Tank sei bereits voll. Besonders pingelig sind nach Erfahrung der Pilotesse übrigens die Sensoren des Konzerns mit der gelben Muschel im Logo, aber im Grunde geben sich alle nicht viel.

Als Gegenmaßnahme hat sich bewährt, den Tankstutzen zuerst mal in der Hand zu behalten und auf die Automatik zu verzichten. Die zweite Stufe wäre, den Stutzen nicht komplett im Tankrohr zu versenken – humanoid-optische Kontrolle ist angesagt: Hingucken, Freunde! Der dritte und ultimative Trick ist, den Stutzen dann noch um 90° nach links oder nach rechts zu drehen.

Dann klappt’s auch mit dem Tanken .

 

 

 

Reiseberichte oder Womo-Tagebuch: Papier, Webseite oder Forum?

Einem Wohnmobilkauf geht in der Regel eine umfangreiche Internet-Recherche voraus: Was für Erfahrungen haben andere Besitzer mit dem Wunschmodell gemacht, wie fährt es sich, wie viel Sprit verbraucht es, wo sind seine Schwachstellen, was sind seine Stärken, wie schaut die Ersatzteillage aus?

Dabei profitiert man von den Webseiten, die andere Wohnmobilfahrer angelegt haben und von den Berichten, die sie geschrieben haben. Für die Pilotesse stand daher von Anfang an außer Frage, dass sie auch im Internet über ihr kleines Wohnmobil schreiben würde (hoffentlich nur Gutes). Vor allem schon, weil es über den kleinen L300 in den einschlägigen Foren fast nur Negatives zu lesen gab (zu alt, zu klein, zu laut, zu langsam, zu versoffen…).

Wer sich überlegt, es der Pilotesse und anderen Wohnmobilbesitzern gleichzutun, der steht vor der Frage: Wie fange ich es an?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da ist zum einen die eigene Webseite auf dem eigenen Webspace. Das macht Spass, man hat die volle Kontrolle, aber auch viel Arbeit und Kosten und man sollte schon ein bisschen vom Webseitenbau verstehen, denn auch ein ContentManagementSystem und seine Datenbanken wollen regelmässig gewartet und nicht nur gefüllt werden.

Dann kann man sich einem der zahllosen Foren anschliessen und dort über sein Wohnmobil und die gemachten Reisen berichten. Wenn man Pech hat, erwischt man ein Forum, bei dem man die Urheberrechte an seinen eigenen Beiträgen abgezockt bekommt oder man baut sich selbst eines, nur um dann nach einiger Zeit festzustellen, dass es sich von Usern und Inhalten her so gar nicht in die Richtung entwickelt, die man im Kopf hatte. Es gibt aber auch sehr nette Foren mit angenehmer Atmosphäre und interessanten Reiseberichten – hier muss jeder ein bisschen herumsuchen, was ihm gefällt. Die Pilotesse rät dazu, sich ein Forum erst einmal ein paar Wochen als Mitleser anzuschauen und nicht gleich mit vollem Beitragsschwung einzusteigen. So kann man feststellen, ob einem das Forum gefällt und ob man sich dort langfristig einbringen möchte.

Die Pilotesse hat sich von Anfang an für das Blog-Prinzip entschieden und dazu einen seriösen und langfristigen  Anbieter gesucht, der möglichst wenig Werbung in seinen Angeboten verstreut: http://www.wordpress.com.

WordPress bietet kostenlos nicht nur schöne Designs, sondern auch die Möglichkeit, sein Blog komplett herunterzuladen und auf dem eigenen Rechner zu sichern. Zudem ist wordpress ein CMS, das sich – ebenfalls kostenlos – aus dem Netz laden und auf dem eigenen Webspace installieren lässt. S0 könnte die Pilotesse auch nach Jahren das Blog problemlos auf einen eigenen Webspace „umziehen“,  ohne dass Beiträge verlorengehen.

Wer in einem Forum aktiv ist, hat mit eigener Webseite oder Blog die Möglichkeit, auf Reiseberichte zu verlinken oder Berichte von der eigenen Seite ins Forum zu kopieren (ob gekürzt, oder ungekürzt, ist dabei persönliche Geschmackssache).

Aber ganz egal, ob Papier, CMS, Blog oder Forum – die Pilotesse würde jedem Wohnmobilfahrer empfehlen, eine Art Wohni-Tagebuch zu führen: Man behält auf nette Art den Überblick über Reparaturen und Anschaffungen, aber in erster Linie natürlich eine Erinnerung an all die schönen gemachten großen und kleinen Touren!

Guten Flug Gute Fahrt da draussen !

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