Generalsanierung mit Überraschung

Über vier lange Monate stand die kleine Wanderdüne nun in der Werkstatt.  Erst brauchten die Ersatzteile lange, dann kam ein arbeitsreicher Herbst und schließlich wurde die Werkstattmannschaft vom Winterreifenrummel überrollt. Rein wettertechnisch hätte man sich den ja sparen können, bei den aktuell frühsommerlichen Temperaturen, aber nun denn.

Vor zwei Wochen rief der Herr der Werkstatt höchstpersönlich die Pilotesse an. „Kommen Sie doch mal vorbei, ich habe hier Ihr Getriebe auf dem Tisch und muss Ihnen da mal was zeigen…..“

Owei….

Auf leisen Sohlen schlich die Pilotesse in die Werkstatt. Da lag es, das Getriebeding.

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„Das ist ja schon repariert!“ freute sich die Pilotesse.

„Nö,“ sagte der Herr der Werkstatt, „das ist der Originalzustand.“

„Aber das sieht ja aus wie neu!“

„Eben,“ schmunzelte der Herr der Werkstatt. Und deswegen wurde am Getriebe auch nichts weiter gemacht außer Deckel wieder zu, Öl rein und wieder angebaut.

Soviel zu den Getrieben von dreißig Jahre alten Autos

Etwas anders sah das zugegeben mit der Kupplungsscheibe aus. Der Fachausdruck ist wohl „abgeraucht“.

Hier die alte Kupplungsscheibe:

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…und so schaut das Teil neu aus:

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In der Tat ist die Pilotesse jetzt um einige Euros ärmer, wobei der Löwenanteil der Kosten auf den Arbeitslohn entfiel. Die Ersatzteile sind nach wie vor günstig und zu bekommen. Die Pilotesse hat die nicht benötigten, bereits bestellten Ersatzteile fürs Getriebe jetzt erst einmal gebunkert.
Mehr Details gibt es irgendwann auch noch, aber jetzt wird erst einmal eine große Runde spazierengefahren, hurra!!!

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Vertüvt noch eins!

Ja, es mag etwas mutig sein, ein siebenundzwanzig Jahre altes Fahrzeug einfach so zum TÜV zu stellen und zu sagen „Da isser!“ , aber nun gut, so ist die Pilotesse eben: Vertrauensselig in ihre Fahrzeuge ohne Ende. Etwas mulmig wurde ihr dann aber schon, als die Werkstatt nicht anrief, dass die kleine Wanderdüne abzuholen sei. Nun denn.

Siebzehn Uhr war der vereinbarte Abholtermin, und die Pilotesse radelte mit Geldbörse und Handy bewaffnet Richtung Vertragswerkstatt.  Schnaufend in der Werkstatt angekommen erspäht die Pilotesse ihre Wanderdüne hinter der Werkstatt und der Meister kommt grade rein und wischt sich die Hände an der Hose.

„Und?“ fragt die Pilotesse bibbernd, „hat der TÜV was gefunden?“

„Ja….“

„…. das linke Abblendlicht war viel zu tief eingestellt. Wir haben den Mangel gleich behoben.“

Spricht’s und grinst über das ganze Gesicht.

Wah!! 

So könnt ihr doch keine armen Pilotessen erschrecken!

Die kleine Wanderdüne hat also das zweite Mal in Serie die TÜV-Prüfung „ohne Mängel“ durchlaufen. Für ein siebenundzwanzig Jahre altes Auto absolut beachtlich und wie ich finde, ein deutliches Indiz für die Robustheit des Fahrzeugs und Dank für investierte Aufmerksamkeit.

So kann das gerne weitergehen.

Norwegen, wir kommen!!

Objekt der Begierde

Objekt der Begierde

Raus aus den Federn

In vierzehn Tagen ist die Pilotesse mit Begleitung und Wohnmobil auf dem Weg nach Südnorwegen. Die Fähre ist gebucht, die Camping Key Europe Karte ist bestellt, die grobe Route steht. Vorher ist wie immer ein kleiner Besuch in der Werkstatt angesagt, so dass wir urlaubsgecheckt, neugetüvt und gasgeprüft einer möglichst unbeschwerten Zeit entgegensehen können.

Deshalb wird die kleine Wanderdüne am nächsten Freitag wieder an die frische Luft geholt und sieht einer Putzorgie am Wochenende entgegen, ehe dann im Lauf der Woche nach und nach wichtige und weniger wichtige Dinge eingeräumt und Termine wahrgenommen und hoffentlich erfolgreich absolviert werden.

Und dann geht’s irgendwann lohos….. !