Offizieller Oldtimer

Hier nun der Beweis für das jubelnde Kurzposting vor zwei Tagen: Die Kleine Wanderdüne ist jetzt ein offizieller Oldtimer!

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Die Pilotesse ist extrem stolz darauf, dass auch diese Abnahme (mal wieder 😉) „ohne Mängel“ vonstatten ging und bedankt sich auch sehr herzlich bei ihrer Autowerkstatt für die liebevolle Wartung der „alten Möhre“.

Jerome wird die nächsten Wochen in seine Halle zurück ziehen und erst in der letzten Augustwoche wieder Ausflugsluft schnuppern.

Euch Mitlesern und Möhrenfreunden 😉 allen einen schönen Sommer!

 

 

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Die Pilotesse auf der Zulassungsstelle

Live und in Farbe!

Die kleine Wanderdüne wird heute offiziell zum Oldtimer! !

Generalsanierung mit Überraschung

Über vier lange Monate stand die kleine Wanderdüne nun in der Werkstatt.  Erst brauchten die Ersatzteile lange, dann kam ein arbeitsreicher Herbst und schließlich wurde die Werkstattmannschaft vom Winterreifenrummel überrollt. Rein wettertechnisch hätte man sich den ja sparen können, bei den aktuell frühsommerlichen Temperaturen, aber nun denn.

Vor zwei Wochen rief der Herr der Werkstatt höchstpersönlich die Pilotesse an. „Kommen Sie doch mal vorbei, ich habe hier Ihr Getriebe auf dem Tisch und muss Ihnen da mal was zeigen…..“

Owei….

Auf leisen Sohlen schlich die Pilotesse in die Werkstatt. Da lag es, das Getriebeding.

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„Das ist ja schon repariert!“ freute sich die Pilotesse.

„Nö,“ sagte der Herr der Werkstatt, „das ist der Originalzustand.“

„Aber das sieht ja aus wie neu!“

„Eben,“ schmunzelte der Herr der Werkstatt. Und deswegen wurde am Getriebe auch nichts weiter gemacht außer Deckel wieder zu, Öl rein und wieder angebaut.

Soviel zu den Getrieben von dreißig Jahre alten Autos

Etwas anders sah das zugegeben mit der Kupplungsscheibe aus. Der Fachausdruck ist wohl „abgeraucht“.

Hier die alte Kupplungsscheibe:

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…und so schaut das Teil neu aus:

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In der Tat ist die Pilotesse jetzt um einige Euros ärmer, wobei der Löwenanteil der Kosten auf den Arbeitslohn entfiel. Die Ersatzteile sind nach wie vor günstig und zu bekommen. Die Pilotesse hat die nicht benötigten, bereits bestellten Ersatzteile fürs Getriebe jetzt erst einmal gebunkert.
Mehr Details gibt es irgendwann auch noch, aber jetzt wird erst einmal eine große Runde spazierengefahren, hurra!!!

Einherbsteln

Die kleine Wanderdüne wird in den nächsten Tagen voraussichtlich wieder ihr warmes und trockenes Winterquartier beziehen: Mit gut gefülltem Tank (gegen „innerlichen“ Rostansatz) und gut gefüllten Reifen (gegen „Standplatten“)  sehen der kleine Mitsubishi L300 und seine Pilotesse neuen Abenteuern in 2013 entgegen. Vielleicht wird es noch ein oder zwei Wochenenden geben, an denen wir im Winter unterwegs sind, aber bis auf die ein oder andere  sonntägliche Bewegungsfahrt plant die Pilotesse für den Rest des Jahres nichts  mehr fest ein.

In diesem Jahr wird unsere Rentabilitätsrechnung halt mal nicht aufgehen, aber welcher Wohnibesitzer denkt schon kurzfristig

Ein bisschen wehmütig wird uns allerdings schon, wenn wir zugucken, wie auch jetzt – wie jedes Jahr zum traditionellen Ende der Wohnmobil-Saison Ende September/Oktober  hin – wieder etliche kleine L300 auf den Markt geworfen werden. Sie haben redlich ihre Pflicht getan und tun sie mit etwas Zuwendung wahrscheinlich noch viele zehntausend Kilometer. Ihren Besitzern sind sie  zu klein, zu langsam, zu altmodisch, zu uncool, die Jahre der Nutzung fordern ihren (im Grunde wohlverdienten) finanziellen Reparaturtribut oder  die langweiligen grauen Arbeitsesel sind im schillernden Wohnmobilpferdestärkenzirkus  schlicht nicht repräsentabel genug  und müssen vor der Winterpause nur eines: WEG!

Wohl dem Wohnmobilpiloten und der -pilotesse, die es wagen, sich einem der zuverlässigen kleinen grauen Lastesel anzuvertrauen, wohl den Campern, die noch wissen, dass „Camping“ Camping bedeutet und nicht „All inclusive full service hotelling“. Traut Euch, Ihr Wohnmobil-Anfänger und lasst Euch nicht von den Gruselgeschichten der (finanzstarken) PS-Wohnboliden-Fans abschrecken. Bastelt, schraubt, fragt, improvisiert, geniesst, reist. Zur Not trägt der L300 Euch auch mit einem Zelt auf dem Pritschenaufbau quer durch die Welt… – im Gegensatz zu vielen anderen Wohnis , deren Technik und Elektronik und modern-elegante Innenausstattung fehleranfälliger ist  als ein Windowsrechner .

Die Pilotesse gibt ihren Jerome jedenfalls nimmer her – macht’s gut, bis nächstes Jahr!

Lohnt sich ein Wohnmobil?

Die Pilotesse ist mit ihrem L300 zwar ein bisschen verrückt, aber nicht jenseits von Gut und Böse. Und so macht sie sich natürlich gelegentlich auch Gedanken „Lohnt sich ein eigenes Wohnmobil?“

Legt man die bisher in 2011 mit dem L300 gereisten Kurzreisen zugrunde, kann man das recht gut nachrechnen, dachte sich die Pilotesse und beguckte sich die Mietpreise für Wohnmobile im Internet.  Der Vermieter mit dem Mc am Namensanfang berechnet pro Miete schon mal 99 Euronen Servicepauschale. Bei den bisher gemachten sieben Fahrten sind das bereits 693 Euro, denn dem Vermieter ist es egal, ob es dabei nur ein Wochenendtrip ist oder eine dreiwöchige Urlaubsreise.

Die Pilotesse kommt mit ihrem Bleistift bisher auf elf Reisetage in der Sparsaison und auf achtzehn Tage in der Zwischensaison. Legt man dann das kleinste Fahrzeugmodell mit WC  zugrunde, muss die Pilotesse nochmal 693 Euro für die Sparsaison und 1584 Euro für die Fahrten in der Zwischensaison bereitstellen. Für die zwei Fahrten im März und die Spätherbstreise Anfang November hätte die Pilotesse aus Sicherheitsgründen vom Vermieter Winterreifen haben wollen – diese gibt es nur gegen Aufpreis von 99 Euro pro Fahrt, also noch einmal 297 Euro dazu. Bei allen anderen Dingen unterstellt die Pilotesse aus Kostengründen, dass sie diese nicht „mietet“, sondern aus ihrem eigenen Haushalt bereitstellt (Bettzeug, Geschirr usw).

3267 Euro hätte damit das Anmieten eines Wohnmobils in 2011 gekostet. Wie bei dem eigenen Wohnmobil kommen Sprit und Gas separat hinzu. Die jährlichen Grundkosten für den Mitsubishi liegen im Fall der Pilotesse (Teilkasko, Versicherung, Steuer) bei etwa 888 Euro (nein, das ist kein Witz 😉 )  Bleiben 2379 Euro Differenz. Die Pilotesse kalkuliert einen durchschnittlichen jährlichen Betrag von 1200 Euronen für Wartung und Verschleißteile. Und dann ist da tatsächlich immer noch eine Differenz…. – nämlich 1179 Euro.

Lohnt sich also ein Wohnmobil? Die Pilotesse fährt traditionsgemäß in „günstigen“ Reisezeiten. Dieses Jahr waren keine längeren Urlaubsreisen mit dem Wohnmobil gemacht – nächstes Jahr wird das – neben den Wochenendtouren – anders aussehen.

Die Pilotesse findet, wer nur 14 Tage in den Ferien mit einem Wohnmobil unterwegs ist, der sollte sich besser eines mieten.

Wer aber sein Wohni wirklich „nutzt“, der kommt mit einem einfachen „eigenen“ tatsächlich besser weg – es bleibt sogar genug übrig, um Rücklagen für grössere Reparaturen oder gar eine eventuelle Neuanschaffung zu bilden. Und sicher, kein Wohni ist natürlich noch preiswerter als ein Wohni – aber mal ehrlich: Darüber redet die Pilotesse hier nich‘ 😀 !

Nachtrag: Jemand kam mit dem Argument, die Pilotesse hätte ja auch in ein Hotel gehen können. Das finde ich nun etwas schwierig umzurechnen und das Argument ist auch nicht völlig von der Hand zu weisen. Geht man davon aus, dass eine Übernachtung auf einem Campingplatz im Schnitt 15 Euro kostet (Singlemobil & Hund) und eine Hotelübernachtung für EZ mit Hund im Schnitt 60 Euro, ergibt sich bei 29 Übernachtungen eine Differenz für den Restunterhalt von 1305 Euro. Bei 888 Euro Grundkosten blieben so nur etwas über 400 Euro für jährliche Wohnmobilnebenkosten wie Wartung und Instandhaltung. Allerdings fliesst in diese Rechnung ein anderer Vorteil des Wohnmobils nicht mit ein: Die essensmässige Selbstversorgung. Die Pilotesse gehört nämlich zu den Leuten, die nicht gerne essen gehen, sondern lieber selber kochen. Bei Hotelreisen kämen Zusatzkosten für regelmäßiges „auswärts essen“ also noch obendrauf, und zwar für jeden Kaffee und jedes Brötchen. Rechnet man dafür nur zehn Euro pro Tag (weil die Pilotesse ja auch die im Wohni verzehrten Lebensmittel irgendwo kaufen muss), sind das schon 290 Euro = insgesamt etwa 700 Euro, die für Wohni-Wartung und Instandhaltung pro Jahr freigesetzt werden. Realistischer sind 20 Euro am Tag….und schon haben wir die tausend Euro, die für das Wohni im Jahr zur Vorsicht etwa zurückgelegt/teilweise verbraucht werden sollten.
Wie man es also auch dreht – ein Wohnmobil steht und fällt in seiner Wirtschaftlichkeitsrechnung mit der angestrebten Nutzung. Erwähnte die Pilotesse, dass sie am Wochenende nochmal wegfährt 😉 ??