Lohnt sich ein Wohnmobil?

Die Pilotesse ist mit ihrem L300 zwar ein bisschen verrückt, aber nicht jenseits von Gut und Böse. Und so macht sie sich natürlich gelegentlich auch Gedanken „Lohnt sich ein eigenes Wohnmobil?“

Legt man die bisher in 2011 mit dem L300 gereisten Kurzreisen zugrunde, kann man das recht gut nachrechnen, dachte sich die Pilotesse und beguckte sich die Mietpreise für Wohnmobile im Internet.  Der Vermieter mit dem Mc am Namensanfang berechnet pro Miete schon mal 99 Euronen Servicepauschale. Bei den bisher gemachten sieben Fahrten sind das bereits 693 Euro, denn dem Vermieter ist es egal, ob es dabei nur ein Wochenendtrip ist oder eine dreiwöchige Urlaubsreise.

Die Pilotesse kommt mit ihrem Bleistift bisher auf elf Reisetage in der Sparsaison und auf achtzehn Tage in der Zwischensaison. Legt man dann das kleinste Fahrzeugmodell mit WC  zugrunde, muss die Pilotesse nochmal 693 Euro für die Sparsaison und 1584 Euro für die Fahrten in der Zwischensaison bereitstellen. Für die zwei Fahrten im März und die Spätherbstreise Anfang November hätte die Pilotesse aus Sicherheitsgründen vom Vermieter Winterreifen haben wollen – diese gibt es nur gegen Aufpreis von 99 Euro pro Fahrt, also noch einmal 297 Euro dazu. Bei allen anderen Dingen unterstellt die Pilotesse aus Kostengründen, dass sie diese nicht „mietet“, sondern aus ihrem eigenen Haushalt bereitstellt (Bettzeug, Geschirr usw).

3267 Euro hätte damit das Anmieten eines Wohnmobils in 2011 gekostet. Wie bei dem eigenen Wohnmobil kommen Sprit und Gas separat hinzu. Die jährlichen Grundkosten für den Mitsubishi liegen im Fall der Pilotesse (Teilkasko, Versicherung, Steuer) bei etwa 888 Euro (nein, das ist kein Witz 😉 )  Bleiben 2379 Euro Differenz. Die Pilotesse kalkuliert einen durchschnittlichen jährlichen Betrag von 1200 Euronen für Wartung und Verschleißteile. Und dann ist da tatsächlich immer noch eine Differenz…. – nämlich 1179 Euro.

Lohnt sich also ein Wohnmobil? Die Pilotesse fährt traditionsgemäß in „günstigen“ Reisezeiten. Dieses Jahr waren keine längeren Urlaubsreisen mit dem Wohnmobil gemacht – nächstes Jahr wird das – neben den Wochenendtouren – anders aussehen.

Die Pilotesse findet, wer nur 14 Tage in den Ferien mit einem Wohnmobil unterwegs ist, der sollte sich besser eines mieten.

Wer aber sein Wohni wirklich „nutzt“, der kommt mit einem einfachen „eigenen“ tatsächlich besser weg – es bleibt sogar genug übrig, um Rücklagen für grössere Reparaturen oder gar eine eventuelle Neuanschaffung zu bilden. Und sicher, kein Wohni ist natürlich noch preiswerter als ein Wohni – aber mal ehrlich: Darüber redet die Pilotesse hier nich‘ 😀 !

Nachtrag: Jemand kam mit dem Argument, die Pilotesse hätte ja auch in ein Hotel gehen können. Das finde ich nun etwas schwierig umzurechnen und das Argument ist auch nicht völlig von der Hand zu weisen. Geht man davon aus, dass eine Übernachtung auf einem Campingplatz im Schnitt 15 Euro kostet (Singlemobil & Hund) und eine Hotelübernachtung für EZ mit Hund im Schnitt 60 Euro, ergibt sich bei 29 Übernachtungen eine Differenz für den Restunterhalt von 1305 Euro. Bei 888 Euro Grundkosten blieben so nur etwas über 400 Euro für jährliche Wohnmobilnebenkosten wie Wartung und Instandhaltung. Allerdings fliesst in diese Rechnung ein anderer Vorteil des Wohnmobils nicht mit ein: Die essensmässige Selbstversorgung. Die Pilotesse gehört nämlich zu den Leuten, die nicht gerne essen gehen, sondern lieber selber kochen. Bei Hotelreisen kämen Zusatzkosten für regelmäßiges „auswärts essen“ also noch obendrauf, und zwar für jeden Kaffee und jedes Brötchen. Rechnet man dafür nur zehn Euro pro Tag (weil die Pilotesse ja auch die im Wohni verzehrten Lebensmittel irgendwo kaufen muss), sind das schon 290 Euro = insgesamt etwa 700 Euro, die für Wohni-Wartung und Instandhaltung pro Jahr freigesetzt werden. Realistischer sind 20 Euro am Tag….und schon haben wir die tausend Euro, die für das Wohni im Jahr zur Vorsicht etwa zurückgelegt/teilweise verbraucht werden sollten.
Wie man es also auch dreht – ein Wohnmobil steht und fällt in seiner Wirtschaftlichkeitsrechnung mit der angestrebten Nutzung. Erwähnte die Pilotesse, dass sie am Wochenende nochmal wegfährt 😉 ??

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