Steife Brisen, bewunderte Bleche und scharfe Kontrollen

Als die Pilotesse gestern Abend an der Fähre ankam, war alles anders. Der komplette Hafen ist umgebaut. Wo früher ein wunderbarer Hundedeich war checken jetzt die LKW ein, der PKW Parkplatz wurde komplett verlagert, die Hafengebäude sind brandneu.

Irgendwie alles neu, zudem so stürmisch, dass die Kleine Wanderdüne bebte, als sei sie auf hoher See. Einem der vierbeinigen Beifahrer war das so unheimlich, dass er verzweifelt versuchte, der Pilotesse in die Hosentasche zu klettern… Aber dazu ist er leider 25 Kilo zu schwer 😉

Bei der frühmorgendlichen Passkontrolle warf der britische Zollbeamte der kleinen Wanderdüne bewundernde Blicke zu und fragte nach Modell und Baujahr. Kenner halt 🙂

Noch eine weitere Neuerung, die wohl der aktuellen Flüchtlingskrise geschuldet ist: die Wanderdüne wurde so penibel kontrolliert wie noch nie zuvor. Selbst in den Hängeschränken wurde nach illegalen Einwanderern gesucht…

Nun steht der kleine L300 wieder bei den großen LKW Brüdern, und die Pilotesse weiß nicht so genau, wann sie wieder online ist. Spätestens in drei Wochen auf der Rückfahrt 😉IMG_20160306_054249299

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To boldly go where (probably) no L300 has gone before – Ukrainia!

Geplant hatte die Pilotesse die Fahrt in die Ukraine schon lange. Eigentlich aber mit dem PKW, denn der Weg ist weit, die Straßen dort berüchtigt und der Verkehr soll ja auch nicht ganz ohne sein ….
Nun, es kommt erstens immer anders und zweitens als man denkt. Statt der reiseerfahrenen routinierten vierbeinigen Reisegefährtin der letzten anderthalb Jahrzehnte hatte die Pilotesse auf einmal zwei komplett reiseunerfahrene neue vierbeinige Beifahrer auf der Fußmatte stehen. Einer davon zudem so dermaßen unhandlich, dass er bzw. sie nur schlecht in einem normalen PKW unterzubringen ist, wenn da auch noch reichlich Gepäck und ein Kollege drinsitzt.
Nach reiflicher Überlegung und einem gemeinsamen Testwochenende fiel die Entscheidung, die lange Reise mit der kleinen Wanderdüne anzutreten.
Gesagt, gepackt, getan. Bepackt wie ein Lastkamel tuckerte die kleine Wanderdüne an einem sonnigen Samstagmorgen geruhsam gen Osten. Die Spiegelungen am Heck der Vordermänner verrieten der Pilotesse sehr rasch, dass die linke Scheinwerferbirne den Geist aufgegeben hatte und da in Polen Tagfahrlichtpflicht herrscht, legte die Pilotesse bei der ersten größeren Pause Hand an:

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Weiter ging es durch die schöne Lausitz vorbei an allen möglichen verlockenden Ortschaften und Sehenswürdigkeiten Richtung Grenze. In Görlitz übernachtete das Quartett auf dem Wohnmobilstellplatz Rosenhof. Die Pilotesse hat keine Ahnung, wie da 70 Mobile stehen sollen – außer dichtgedrängt wie die Sardinen auf dem gepflasterten Parkplatz. Der Platz liegt praktisch, der hintere Bereich an einer großen Wiese mit Blick auf Görlitz und die Berge in der Ferne und ein paar Picknickbänken …aber 15 Euro? Auf dem Rückweg zog die Pilotesse jedenfalls das vergleichbare berechenbare, aber dafür kostenlose Ambiente eines Autobahnrastplatzes vor.

Am Sonntagmorgen ging es sehr, sehr früh weiter –  über die Grenze nach Polen, die ja keine Grenze mehr ist. Unbehelligt fädelte sich die Pilotesse auf die brandneue Autobahn ein und bestaunte den perfekten Ausbau und die unzähligen Rehe neben der Fahrbahn, geschützt durch endlose Kilometer Wildzaun. Wegen eines Feiertages war es den ganzen Tag sehr ruhig auf den Straßen Polens. Unruhig wurde die Pilotesse bei einem prüfenden Blick auf den Tankanzeiger. Irgendwo an dieser perfekten Autobahn müsste doch jetzt mal eine Tankstelle kommen…. Nitschewo. 350km gefahren. 360…. Wer Wanderdünen kennt, weiss, dass 400 die absolute magische Grenze mit einer Tankladung ist, und das auch nur mit Glück und defensivem Fahren. In ihrer Verzweiflung scherte die Pilotesse an der nächstmöglichen Ausfahrt von der Autobahn ab und ins nächste Dorf. Tankstelle, hurra! Aber kein Geldautomat. Keine Eurozahlung möglich. Das Polnisch der Pilotesse im selben Maß vorhanden wie ein Steak im Kühlschrank von Gwyneth Paltrow… – „Karta?“ Karta geht, hurra! Vollgetankt und wieder zurück Richtung Autobahn. Auf der Zubringerstrecke ließ die Pilotesse die kleine Wanderdüne dann mal alleine fahren und kochte sich einen Kaffee, denn angesichts der tiefen Spurrillen lief das Wohni ohnehin wie auf Schienen… – Scherz . Tatsächlich aber sind die polnischen Straßen neben der Autobahn meist in einem deutlich schlechteren Zustand und gerade mit dem schmalen Radstand des L300Vorsicht geboten.
L300 Fahrer kommst Du nach Polen – merke: Zum Tanken musst Du runter von der Autobahn 😉 dafür sind die polnischen Raststätten viel großzügiger und einladender dimensioniert als die deutschen. Und die Autobahn WCs um ein vielfaches sauberer, jawohl!

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Auch Polen war jedoch trotz der verlockenden Namen wie Wroclaw, Lodz und Lublin nur ein Transitland auf dieser Reise. Ein etwa 200 km langer Abschnitt der Fahrt im Inneren Polens (dort fehlt noch ein Stück Autobahn) verschaffte der Pilotesse, die bisher noch nirgendwo in Osteuropa unterwegs war, dann aber doch noch einen interessanten Einblick ins Land.

Nach vielen Stunden Fahrzeit und zwei vollen Tagen im Cockpit kam die Pilotesse dann nach Dorohusk an die Grenze zur Ukraine. Und hier wurde es dann so richtig „grenzerisch“. Penibel kontrollierten die polnischen Beamten Fahrzeug, Fahrzeugpapiere, Führerschein. Alle Türen mussten geöffnet werden und nicht zuletzt die Papiere der Hunde wurden genau beäugt. Von den polnischen Zöllnern als unbedenklich eingestuft wurde die Pilotesse samt Gefährt schliesslich an die ukrainischen Kollegen weitergereicht, wo sich das Ganze ebenso penibel wiederholte. Merke: Talontschiks sind nur scheinbar unwichtige kleine Zettel, auf denen von einem – bewaffneten – Grenzer Autokennzeichen und Zahl der Insassen notiert werden. In Wahrheit sind sie der magische Schlüssel, der von Amtsperson zu Amtsperson weitergereicht und abgestempelt wird, um am Ende von einem – bewaffneten – Grenzer wieder einkassiert zu werden, ehe sich der Schlagbaum öffnet. Zur Kontrolle der Hunde und deren Ausweisen wurde extra ein sehr freundlicher Veterinär herbeizitiert, die Kommunikation mit dem ebenfalls sehr freundlichen Zöllner lief in gutem Englisch. Denn auch das Ukrainisch der Pilotesse ist vergleichbar mit dem oben schon einmal erwähnten Steak im Kühlschrank von Gwyneth Paltrow… Nach insgesamt einer Stunde tuckerte der kleine L300 schliesslich viel bestaunt auf ukrainischen Boden. Weit und breit war nirgendwo überhaupt auch nur der Zipfel eines Wohnmobils zu sehen.

Wer jetzt an dieser Stelle einen ausführlichen Bericht über eine große Ukraine-Fahrt erwartet mit all den üblichen großen Städten von Kiew bis Odessa, den muss die Pilotesse enttäuschen. Ziel ihrer Reise war ein winziges Dorf mit einem unaussprechlichen Namen und einer schottrig schlaglöcherigen Zufahrtsstrasse einige Dutzend Kilometer hinter der Grenze. Dort fiel die Pilotesse unter dem endlosen Himmel der Ukraine „aus der Zeit“ und die kleine Wanderdüne stand unbehelligt einfach nur am Straßenrand.

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Ein einmaliger Besuch anläßlich Besorgungen in der nächstgrößeren Stadt mit ihrem quirligen Basar und den vielen Herausforderungen der Zukunft, die auf dieses Land zurollen und den Zeugen der Versäumnisse und Entbehrungen nicht nur der Vergangenheit, war die einzige Unterbrechung einer Abfolge von Tagen in einer anderen Welt aus einer anderen Zeit.

Auch wenn die Rückreise deutlich anstrengender war als die Hinreise – drei Stunden Warte- und Abfertigungszeit an der Grenze sei Dank – wird dies sicher nicht unsere letzte Reise in den „wilden Osten“ gewesen sein.

To boldly go….. – auch wenn wir die Schilder noch mühsam zusammenbuchstabieren müssen…

 

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Frühlingsgefühle

Da steht sie, die kleine Wanderdüne, auf dem Parkplatz hinterm Haus in der Sonne, damit die Solarplatten die Bordbatterie so richtig vollladen können. Am Wochenende geht es zu einer ersten kurzen Ausfahrt, hurra!! Vorher heisst es noch Wasser bunkern und frostempflindliche Sachen wieder zurück ins Wohni räumen.

Außerdem hat die Pilotesse gestern abend noch ein Verbindungsbrett zwischen die beiden Sitzbänke montiert, und zwar so, dass die eine Längskante auf der Abtrennung von Fahrerkabine zu Aufbau aufliegt. Dort wurde das Brett mit zwei Scharnieren verschraubt, untendrunter kamen zwei Möbelfüße. So ist in kürzester Zeit eine Art Rundsitzgruppe entstanden, deren neu geschaffenes „Mittelteil“ ganz einfach hochgeklappt werden kann – keine Verrenkungen mehr, um in die hintersten Ecken des Stauraums (oder die Schaltkonsole der Elektrik am Ende der Längs-Sitzbank….) zu kommen 😀

Fünf Jahre Mitsubishi L300 Wohnmobil

In diesen Wochen feiern der kleine L300 und die Pilotesse ihr fünftes gemeinsames Jahr.

Zeit, mal einen Rückblick zu wagen. In den letzten Tagen wurde die Pilotesse gefragt, ob sie es in der Zwischenzeit nicht schon mal bereut hätte, das kleine, PS-schwache, saufende Wohnmobil zu kaufen.

Eindeutige Antwort: Nein, überhaupt nicht. Insbesondere das „klein und PS-schwach“ sind stattdessen nach wie vor Argumente für genau dieses Wohnmobil. Das Fahren ist absolut streßfrei, weil jeder Gedanke an Hetze, Hektik, Überholmanöver oder „mal eben schnell“ überhaupt keine Chance hat. An diesem Wohnmobil ist nichts schnell, es hat den Beschleunigungsfaktor einer griechischen Landschildkröte, da braucht man nix beschönigen wollen. Es schafft daher bereits spielend an der ersten Autobahnauffahrt, was viele Psychotherapeuten ihren gestreßten und genervten Burn-Out-Kunden  jahrelang nicht beibringen können: Es entschleunigt total. Unbezahlbar!

Die Größe hat die Pilotesse bisher auch noch nicht bereut. Allerdings, und auch das muss man fairerweise sagen, ist der L300 bei der Pilotesse auch eher Singlemobil beziehungsweise zur Zeit mobiles Altersheim für ältere Hundedamen. Gelegentliche Reisen mit insgesamt zwei Zweibeinern sind überhaupt kein Problem, aber die Reisenden sollten sich schon mögen. Wie im L300 vier Personen entspannt Urlaub machen sollen, wie vom Hersteller vorgesehen, ist der Pilotesse aber absolut schleierhaft.

Im Innenbereich ist der L300 genial in seiner Raumausnutzung, die modernen Kastenwagenmobile (die den äußeren Maßen des L300 am nächsten kommen) sind, soweit von der Pilotesse beäugt, wesentlich enger. Erreicht wird das durch den Alkoven und, im Fall der kleinen Wanderdüne zusätzlich durch eine Umbaumaßnahme der Pilotesse. Die hat nämlich den fest montierten Tisch ausgebaut und aus der Mittelsitzgruppe mit einem zusätzlichen Querriegel eine Rundsitzgruppe mit festem Einzelbett gebaut. Als Tisch dient ein federleichter winziger Klapptisch, der während der Fahrt im Schrank verschwindet. Sehr oft kommt die Pilotesse aber auch ohne den Tisch aus, kann dafür mit hochgelegten Füßen bequem quer im Wohni lümmeln.

Den Originaltisch auszubauen verschafft dem Innenraum deutlich mehr Bewegungsfläche und macht den L300 auch optisch viel geräumiger. Nicht zuletzt spart es auch an Gewicht, was bei dem kleinen Hüpfer durchaus ein Thema ist.

Dadurch daß der L300 so winzig ist, hat er natürlich im Stadtverkehr enorme Vorteile. Im Prinzip kommt er überall hin, wo  ein kleiner Mercedes Sprinter hinkommt, der Wendekreis ist auch nach fünf Jahren gemeinsamer Fahrt immer noch staunenswert. Einparken und ausparken auf ganz normale PKW Parkplätze ist völlig unproblematisch – und natürlich auch das Kurven durch enge Altstadtstraßen oder schmale englische Nebensträßchen. Die Pilotesse kann mit dem L300 ganz eindeutig in Galaxien vordringen, die anderen, weitaus hochentwickelteren Technologien, äh, Wohnmobilen, für immer verwehrt sind.

Wer will schließlich schon immer dahin, wo schon alle anderen sind .

Kommen wir zum dritten Punkt, der Sauferei. Der Spritverbrauch ist stark von der Fahrweise abhängig. Die Wanderdüne als Benziner schafft tachomäßig in der Ebene 120 km/h. Da klingt dann aber der Motor bereits recht gequält und der Tanknadel kann man beim Abstürzen zusehen. Fährt man aber „Tacho 95/100“ = GPS gestützte reale 90 km/h bleibt der Spritverbrauch überschaubar, bei realen 80-85 km/h sind es bei der Pilotesse zwischen 10 und zwölf Litern auf 100 Kilometer. Natürlich ist ein fast 30 Jahre alter Kleinlaster mit der Windschnittigkeit einer Schrankwand kein sparsames Verbrauchswunder, schon gar nicht in der Benzinermotorisierung. Andere Wohnmobile, auch modernere, sind übrigens gar nicht so viel sparsamer, im Gegenteil.

Noch ein Pro-Argument für den L300: Die robuste Technik. Null Elektronik. Kein technischer Firlefanz im Motorraum, nur ein guter, solider Motor. Keine Microchips, keine Computertechnik .

Genial!

Ebenfalls ein Pro-Argument: Die Reparaturkosten. Die Pilotesse hat Einblick in die Wartungs- und Reparaturkosten verschiedenster Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller und sie lässt in einer Meisterwerkstatt reparieren: Der L300 befindet sich eindeutig am unteren Ende der Kostenskala. Die Ersatzteillage ist, allen Unkenrufen zum Trotz, nach wie vor zufriedenstellend. Allerdings steht und fällt das auch mit dem Engagement der Werkstatt. Wer also an eine Werkstatt gerät, die sich noch als echte Werkstatt versteht, der möge sie hegen und pflegen. Allzuoft verbirgt sich hinter dem Begriff „Werkstatt“ nämlich nur noch ein Autoverkäufer, der höchstens elektronische Fehlermeßgeräte auslesen und deren Austauschanweisungen Folge leisten kann. Solche „Werkstätten“ sind für den L300 Besitzer völlig ungeeignet und können einem die Freude am Fahrzeug durch Fehlinformationen oder ahnungslose Pseudoreparaturen gründlich verderben.

Was würde die Pilotesse im Rückblick anders machen?

Sie würde bereits viel früher eine Solaranlage installieren und in eine gute, teure Bordbatterie investieren und die Bordelektrik/Innenbeleuchtung früher modernisieren. Dank der Solaranlage ist die kleine Wanderdüne völlig autark unterwegs und das ist ein Riesenvergnügen.

Ansonsten würde die Pilotesse nur noch eines ändern: Vieeeeeeeel öfter wegfahren …

England Mai 2014

Aufmerksame MitleserInnen und BeifahrerInnen reklamierten es bereits: Pilotesse & Co. sind natürlich schon längst wieder zurück aus dem kurzen Englandurlaub!

Der oft gescholtene Wettergott war dieses mal recht freundlich – sieht man von der Anfahrt zur Fähre einmal ab: Wenn ein L300 in seiner Eigenschaft als rollende Schrankwand unter Vollgas auf ebener Strecke gerade mal 65 km/h zustande bringt, dann liegt das entweder a) daran, dass sein Motor nur noch auf zwei Zylindern läuft oder b) der Wettergott mit Windstärke Acht von vorne dagegenhält.

Bei uns war letzteres der Fall….….erfreulich für den Motor, unerfreulich für die Reisezeit und den Spritverbrauch – aber wer hart arbeitet, der darf dann auch mal saufen.

Die Fährüberfahrt war ebenfalls dementsprechend schaukelig – zumindest hat sich die Pilotesse das sagen lassen. Die lag nämlich während der Überfahrt schnarchend mit Kopf und Schmusekissen auf irgendeinem Tisch…

Drüben auf der Insel wurde das Wetter dann rasch freundlicher, ja, es reichte gar für einen ordentlichen Sonnenbrand auf der Nase. Weit gefahren sind wir indes nicht, sondern haben uns vorwiegend im Einzugsbereich des South Downs National Parks herumgetrieben. Städtchen wie Arundel, Rye und Chichester luden zu ausgedehnten Stadtbummeleien ein, und auch wenn wir das berühmte Brighton links liegen ließen, war es doch immer nur ein Katzensprung zum Strand.

Der erwies sich leider als eine gelinde Enttäuschung, wenn man wie die Pilotesse die unendlichen Sandstrände von Wales und Schottland erwartet…in Südengland herrscht nämlich offenbar kiesiger Strand vor. Nett war es trotzdem.

Die Doggies haben sich trotz der beengten Verhältnisse  gut vertragen und die alte Dame hat sich noch ganz wacker geschlagen, auch wenn sie öfter klar machte, dass die Zeit der langen Wanderungen jetzt definitiv vorbei sei. Mit umgerechnet über 80 Jahren ist die Pilotesse dann vermutlich auch nicht mehr so flott unterwegs wie mit 30 😉

Das berühmte Canterbury war für die Pilotesse dann fast eine Nummer zu viel und nur wer Menschenmassen und Touristenrummel kombiniert mit dem gesamten Schüleraufkommen der sieben Weltmeere mag, sollte sich in das Getümmel rund um die legendäre Kathedrale werfen (die übrigens nur für schlappe 10,50 GBP zu besichtigen ist). Die Pilotesse muss da nimmer hin – andere Städtchen haben auch wunderhübsche Altstädte!

Zwei Dinge sollte der geneigte Besucher berücksichtigen: Campingplätze sind in der Region recht dünn gesät und zuweilen verstecken sie sich recht gut. Da das wilde Campen in England verboten ist, sollte man sich gut vorbereiten, wenn man nicht viel Zeit mit der Suche  und dem Kurven auf engen Gäßchen verbringen möchte.

 

Hier noch ein paar Bilder:

Camping the british way

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Camping in Norwegen

Camping in Norwegen ist klasse, findet die Pilotesse.

Im Verhältnis zu den erschreckend hohen Lebensmittelpreisen ist das Campen spottbillig: Wir zahlten für zwei Personen, Wohnmobil & Hund inklusive Strom in der Regel zwischen 160 und 300 NOK, das entspricht etwa 20 bis 38 €uronen. Der teuerste Campingplatz war ein Fünf-Sterne-Luxusplatz, in der Regel lag der Komplettpreis um die 200 NOK = 28 €. Gelegentlich kamen noch 5-10 NOK für die Duschautomaten hinzu, aber das war unterschiedlich. Duschen waren alle sehr gut, Energie gibt es in Norwegen überreichlich. Bonuspunkt für Norwegen: Nirgendwo (!) kostete der Hund extra.

Norwegische Campingplätze sind offenbar alle mit einer Küche ausgestattet, so dass man nicht unbedingt im Wohni selber kochen muss. Auch trockene Aufenthaltsräume gab es fast überall. Nicht überall gab es die bei uns üblichen blauen CEE Eurostecker: Wer in Norwegen ans Netz will sollte daher entweder ein normales Outdoorverlängerungskabel oder einen CEE/Schuko-Adapter dabei haben.

Internetsüchtige können ihre Bedürfnisse ebenfalls befriedigen: Viele Campingplätze boten kostenlosen WLAN-Zugang an.

Die Campingplätze waren allesamt gut zu finden, weil hervorragend ausgeschildert – auch wenn der ein oder andere im September leider schon zu hatte und wir uns einen anderen suchen mussten. Stellplätze für „Bobile“ gab es ebenfalls und ich sah auch viele Schilder, die einfach nur auf eine Entsorgungsstation hinwiesen.

Daumen hoch für Norwegen als Campingland!

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