Frühlingsgefühle

Da steht sie, die kleine Wanderdüne, auf dem Parkplatz hinterm Haus in der Sonne, damit die Solarplatten die Bordbatterie so richtig vollladen können. Am Wochenende geht es zu einer ersten kurzen Ausfahrt, hurra!! Vorher heisst es noch Wasser bunkern und frostempflindliche Sachen wieder zurück ins Wohni räumen.

Außerdem hat die Pilotesse gestern abend noch ein Verbindungsbrett zwischen die beiden Sitzbänke montiert, und zwar so, dass die eine Längskante auf der Abtrennung von Fahrerkabine zu Aufbau aufliegt. Dort wurde das Brett mit zwei Scharnieren verschraubt, untendrunter kamen zwei Möbelfüße. So ist in kürzester Zeit eine Art Rundsitzgruppe entstanden, deren neu geschaffenes „Mittelteil“ ganz einfach hochgeklappt werden kann – keine Verrenkungen mehr, um in die hintersten Ecken des Stauraums (oder die Schaltkonsole der Elektrik am Ende der Längs-Sitzbank….) zu kommen 😀

Frühlingsluft

So langsam macht sich der Wohnmobilvirus wieder bemerkbar und die Pilotesse wird unruhig.

Eine kleine Ausfahrt käme ihr jetzt gar nicht mehr ungelegen…aber irgendwie passt es mit der Terminplanung noch nicht.  Und so steht die kleine Wanderdüne vorerst noch wohlverwahrt in ihrem Quartier. Allerdings hat sie sich als Organspender für einen vierrädrigen Kollegen betätigt: Der eingelagerte Originalkühler verhilft hoffentlich noch zu langen Fahrten 😉

Dass der Frühling und damit das Wiedererwachen der Wohnmobile naht, zeigt auch ein Blick in die Presse. Immer öfter werden Neuigkeiten für das Wohnmobilistenleben vorgestellt, so auch die runde Auffahrrampe. Was sich auf den ersten Blick nach einem Aprilscherz anhört, ist beim näheren Betrachten eine verdammt clevere Idee – nachzulesen hier:

Eingewintert

Nachdem der Herbst mit Schmuddelwetter Einzug hält, hat die Pilotesse ihr kleines Wohnmobil heute eingewintert.
Vielleicht steht im Januar ein Reisewochenende an, aber bis dahin erst mal nicht. Alle Reparaturen und Wunsch-Aufrüstungen sind erledigt, das Wohni gewaschen und vollgetankt.
Nun heißt es Warten auf die nächsten Fahrten 😉

In 2014 waren wir eindeutig zu wenig unterwegs.

Electrickery

Die Pilotesse hat ihre kleine Wanderdüne heute in die Aufbauwerkstatt ihres Vertrauens gebracht. Da sie die nächsten beiden Wochenenden ohnehin nicht miteinander verreisen können, hat die Pilotesse einige erhellende Arbeiten in Auftrag gegeben und die Jungs haben uns für die nächste Woche eingeplant: Der Ausfall der 12V-Steckerleiste muss behoben werden, die Außenbeleuchtung mit dem Bewegungsmelder ist auch hinüber – wer mag es ihr verdenken.

Als ausgewiesene Wohnmobilköchin möchte die Pilotesse es auch END-LICH heller haben in der „Küche“ – die einsame Funzel über der Arbeitsfläche im Küchenbereich ist ihr schon lange ein finsterer Dorn im Auge. Zudem steht frau sich dort trotz der hellen Grundbeleuchtung des Innenraums selbst im Licht, da die Hauptlichtquelle hinter ihr ist.

Die beiden Leselampen über den Sitzbänken sind der Pilotesse mittlerweile zum entspannten Lesen auch zu dunkel.

Die Pilotesse ist, so scheint’s,  in dem Alter,wo man die Bücher direkt unter die Glühbirne hält …

Last but not least möchte die Pilotesse auch im Innenraum des Wohnmobils eine Beleuchtungsquelle mit gekoppeltem Bewegungsmelder, und zwar unmittelbar, wenn man das Wohni betritt. Da die Pilotesse auch im Winter unterwegs ist, erspart sie sich so das umständliche Suchen nach  dem Lichtschalter und auch wenn es mal schnell nach draussen (oder ins Badezimmer) gehen muss, wird es automatisch hell. Und zudem gibt es dann auch endlich ein Licht für die Küchenoberschränke.

Da drin muss man im Winter nämlich die Dinge mit der Taschenlampe anleuchten, wenn man was finden will!

Die Pilotesse macht sich also selbst ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk – wir sind gespannt!

Nachher geht es es uns so wie dem berühmten Catweazle

Fünf Jahre Mitsubishi L300 Wohnmobil

In diesen Wochen feiern der kleine L300 und die Pilotesse ihr fünftes gemeinsames Jahr.

Zeit, mal einen Rückblick zu wagen. In den letzten Tagen wurde die Pilotesse gefragt, ob sie es in der Zwischenzeit nicht schon mal bereut hätte, das kleine, PS-schwache, saufende Wohnmobil zu kaufen.

Eindeutige Antwort: Nein, überhaupt nicht. Insbesondere das „klein und PS-schwach“ sind stattdessen nach wie vor Argumente für genau dieses Wohnmobil. Das Fahren ist absolut streßfrei, weil jeder Gedanke an Hetze, Hektik, Überholmanöver oder „mal eben schnell“ überhaupt keine Chance hat. An diesem Wohnmobil ist nichts schnell, es hat den Beschleunigungsfaktor einer griechischen Landschildkröte, da braucht man nix beschönigen wollen. Es schafft daher bereits spielend an der ersten Autobahnauffahrt, was viele Psychotherapeuten ihren gestreßten und genervten Burn-Out-Kunden  jahrelang nicht beibringen können: Es entschleunigt total. Unbezahlbar!

Die Größe hat die Pilotesse bisher auch noch nicht bereut. Allerdings, und auch das muss man fairerweise sagen, ist der L300 bei der Pilotesse auch eher Singlemobil beziehungsweise zur Zeit mobiles Altersheim für ältere Hundedamen. Gelegentliche Reisen mit insgesamt zwei Zweibeinern sind überhaupt kein Problem, aber die Reisenden sollten sich schon mögen. Wie im L300 vier Personen entspannt Urlaub machen sollen, wie vom Hersteller vorgesehen, ist der Pilotesse aber absolut schleierhaft.

Im Innenbereich ist der L300 genial in seiner Raumausnutzung, die modernen Kastenwagenmobile (die den äußeren Maßen des L300 am nächsten kommen) sind, soweit von der Pilotesse beäugt, wesentlich enger. Erreicht wird das durch den Alkoven und, im Fall der kleinen Wanderdüne zusätzlich durch eine Umbaumaßnahme der Pilotesse. Die hat nämlich den fest montierten Tisch ausgebaut und aus der Mittelsitzgruppe mit einem zusätzlichen Querriegel eine Rundsitzgruppe mit festem Einzelbett gebaut. Als Tisch dient ein federleichter winziger Klapptisch, der während der Fahrt im Schrank verschwindet. Sehr oft kommt die Pilotesse aber auch ohne den Tisch aus, kann dafür mit hochgelegten Füßen bequem quer im Wohni lümmeln.

Den Originaltisch auszubauen verschafft dem Innenraum deutlich mehr Bewegungsfläche und macht den L300 auch optisch viel geräumiger. Nicht zuletzt spart es auch an Gewicht, was bei dem kleinen Hüpfer durchaus ein Thema ist.

Dadurch daß der L300 so winzig ist, hat er natürlich im Stadtverkehr enorme Vorteile. Im Prinzip kommt er überall hin, wo  ein kleiner Mercedes Sprinter hinkommt, der Wendekreis ist auch nach fünf Jahren gemeinsamer Fahrt immer noch staunenswert. Einparken und ausparken auf ganz normale PKW Parkplätze ist völlig unproblematisch – und natürlich auch das Kurven durch enge Altstadtstraßen oder schmale englische Nebensträßchen. Die Pilotesse kann mit dem L300 ganz eindeutig in Galaxien vordringen, die anderen, weitaus hochentwickelteren Technologien, äh, Wohnmobilen, für immer verwehrt sind.

Wer will schließlich schon immer dahin, wo schon alle anderen sind .

Kommen wir zum dritten Punkt, der Sauferei. Der Spritverbrauch ist stark von der Fahrweise abhängig. Die Wanderdüne als Benziner schafft tachomäßig in der Ebene 120 km/h. Da klingt dann aber der Motor bereits recht gequält und der Tanknadel kann man beim Abstürzen zusehen. Fährt man aber „Tacho 95/100“ = GPS gestützte reale 90 km/h bleibt der Spritverbrauch überschaubar, bei realen 80-85 km/h sind es bei der Pilotesse zwischen 10 und zwölf Litern auf 100 Kilometer. Natürlich ist ein fast 30 Jahre alter Kleinlaster mit der Windschnittigkeit einer Schrankwand kein sparsames Verbrauchswunder, schon gar nicht in der Benzinermotorisierung. Andere Wohnmobile, auch modernere, sind übrigens gar nicht so viel sparsamer, im Gegenteil.

Noch ein Pro-Argument für den L300: Die robuste Technik. Null Elektronik. Kein technischer Firlefanz im Motorraum, nur ein guter, solider Motor. Keine Microchips, keine Computertechnik .

Genial!

Ebenfalls ein Pro-Argument: Die Reparaturkosten. Die Pilotesse hat Einblick in die Wartungs- und Reparaturkosten verschiedenster Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller und sie lässt in einer Meisterwerkstatt reparieren: Der L300 befindet sich eindeutig am unteren Ende der Kostenskala. Die Ersatzteillage ist, allen Unkenrufen zum Trotz, nach wie vor zufriedenstellend. Allerdings steht und fällt das auch mit dem Engagement der Werkstatt. Wer also an eine Werkstatt gerät, die sich noch als echte Werkstatt versteht, der möge sie hegen und pflegen. Allzuoft verbirgt sich hinter dem Begriff „Werkstatt“ nämlich nur noch ein Autoverkäufer, der höchstens elektronische Fehlermeßgeräte auslesen und deren Austauschanweisungen Folge leisten kann. Solche „Werkstätten“ sind für den L300 Besitzer völlig ungeeignet und können einem die Freude am Fahrzeug durch Fehlinformationen oder ahnungslose Pseudoreparaturen gründlich verderben.

Was würde die Pilotesse im Rückblick anders machen?

Sie würde bereits viel früher eine Solaranlage installieren und in eine gute, teure Bordbatterie investieren und die Bordelektrik/Innenbeleuchtung früher modernisieren. Dank der Solaranlage ist die kleine Wanderdüne völlig autark unterwegs und das ist ein Riesenvergnügen.

Ansonsten würde die Pilotesse nur noch eines ändern: Vieeeeeeeel öfter wegfahren …

Wenn der liebe Gott ein Wanderer wäre….

….dann hätte er ein Cottage im Lake District.
Die Pilotesse wird gelegentlich gefragt, weshalb es sie denn immer wieder nach England zieht, andere Mütter hätten doch auch schöne Söhne. Beziehungsweise andere Länder doch auch schöne Landschaften.
Jaaaaa, schooooon….aber die Gesamtheit von Land, Landschaft und Leuten ist bisher noch nirgendwo so stimmig für die Pilotesse gewesen wie auf der Insel.
Und die Fotomotive sind nicht zuletzt atemberaubend 😉 – in jedem Fall beim Hochschnaufen!

(Klick auf ein Bild öffnet Diashow – lohnt sich!)

Am Fährhafen

Der Augenblick, in dem der Pilotesse wieder einmal klar wurde, was für ein außergewöhnliches Wohnmobil sie fährt…
IMG_2985

Bild

Englische Überraschung

Ei gucke da. Manche Dinge, über die die Pilotesse so vor sich hindenkt, lösen sich dann ganz von alleine.

Wenn von drei Wandersweibern eine aus beruflichen Gründen leider ausfällt, dann kann die Pilotesse die letzte im Bunde nicht alleine auf englischen Bergen herummarschieren lassen und währenddessen ihre vierbeinige alte Dame hüten. Denn das war der Faulenzerplan…

Also wird die kleine Wanderdüne auch im Herbsturlaub in England gebraucht – trotz gebuchtem Ferienhäuschen, und zwar als Wander-Hunde-Hotel!

Sprich, Frauchen schnauft hochroten Hauptes und entzückten Auges fluchend und schnaubend die Fells rauf und runter, während die alte Dame seniorengerecht den Nachmittag verpennt .

Was tut frau nicht alles für den Hund – England, wir kommen!

Eingesommert

Wie bisher jedes Jahr, so urlaubt die Pilotesse auch heuer antizyklisch: Wenn alle Welt in den Sommerurlaub fährt, bleibt die Pilotesse brav zuhause. Das Wohni wird derweil eingesommert und bezog gestern seinen neuen Stellplatz – in Fußgängerentfernung!

Vielleicht eröffnet sich zum Sommeranfangswochenende noch einmal eine kleine Gelegenheit zu einer Ausfahrt, ansonsten wird das Wohni wohl bis August/September erst einmal seine Ruhe haben.

Wir wünschen allen Sommerurlaubern da draussen eine schöne Zeit, kommt gut hin und kommt gut heim, wo auch immer Ihr hinfahrt!

 

Suchbild mit Wohni

Und hier noch ein Special aus dem Urlaub: Wer findet das Wohni auf dem Campingplatz ??

Suchbild mit Wohni

Suchbild mit Wohni

 

Vorherige ältere Einträge Weiter Neue Beiträge