Test nicht bestanden

Die Idee mit dem Netz war ja ganz nett. Leider hat die Pilotesse weder mit der Gefräßigkeit noch dem Zerstörungspotenzial der neuen Beifahrer(in) gerechnet.

Nachdem das Netz plötzlich Maschen in Schlupflochgröße hatte, war die Pilotesse heute im Gartenmarkt einkaufen. Ein Gitterzaunelement. Unzernagbar. Muß dann beim Ölcheck halt kurz nach oben aufs Bett geschoben werden, aber dafür sind die Hunde hinten sicher und die Pilotesse kann einen Einkauf auch mal kurz auf den Beifahrersitz werfen, ohne dass er in Sekundenschnelle geklaut, zerrupft und gefressen wird. Und sie muss weder ihren Kaffeebecher noch ihre leeren Brötchentüten verteidigen. Oder einen bärensicheren Reisemülleimer installieren.

Was tut Frau nicht alles

To boldly go where (probably) no L300 has gone before – Ukrainia!

Geplant hatte die Pilotesse die Fahrt in die Ukraine schon lange. Eigentlich aber mit dem PKW, denn der Weg ist weit, die Straßen dort berüchtigt und der Verkehr soll ja auch nicht ganz ohne sein ….
Nun, es kommt erstens immer anders und zweitens als man denkt. Statt der reiseerfahrenen routinierten vierbeinigen Reisegefährtin der letzten anderthalb Jahrzehnte hatte die Pilotesse auf einmal zwei komplett reiseunerfahrene neue vierbeinige Beifahrer auf der Fußmatte stehen. Einer davon zudem so dermaßen unhandlich, dass er bzw. sie nur schlecht in einem normalen PKW unterzubringen ist, wenn da auch noch reichlich Gepäck und ein Kollege drinsitzt.
Nach reiflicher Überlegung und einem gemeinsamen Testwochenende fiel die Entscheidung, die lange Reise mit der kleinen Wanderdüne anzutreten.
Gesagt, gepackt, getan. Bepackt wie ein Lastkamel tuckerte die kleine Wanderdüne an einem sonnigen Samstagmorgen geruhsam gen Osten. Die Spiegelungen am Heck der Vordermänner verrieten der Pilotesse sehr rasch, dass die linke Scheinwerferbirne den Geist aufgegeben hatte und da in Polen Tagfahrlichtpflicht herrscht, legte die Pilotesse bei der ersten größeren Pause Hand an:

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Weiter ging es durch die schöne Lausitz vorbei an allen möglichen verlockenden Ortschaften und Sehenswürdigkeiten Richtung Grenze. In Görlitz übernachtete das Quartett auf dem Wohnmobilstellplatz Rosenhof. Die Pilotesse hat keine Ahnung, wie da 70 Mobile stehen sollen – außer dichtgedrängt wie die Sardinen auf dem gepflasterten Parkplatz. Der Platz liegt praktisch, der hintere Bereich an einer großen Wiese mit Blick auf Görlitz und die Berge in der Ferne und ein paar Picknickbänken …aber 15 Euro? Auf dem Rückweg zog die Pilotesse jedenfalls das vergleichbare berechenbare, aber dafür kostenlose Ambiente eines Autobahnrastplatzes vor.

Am Sonntagmorgen ging es sehr, sehr früh weiter –  über die Grenze nach Polen, die ja keine Grenze mehr ist. Unbehelligt fädelte sich die Pilotesse auf die brandneue Autobahn ein und bestaunte den perfekten Ausbau und die unzähligen Rehe neben der Fahrbahn, geschützt durch endlose Kilometer Wildzaun. Wegen eines Feiertages war es den ganzen Tag sehr ruhig auf den Straßen Polens. Unruhig wurde die Pilotesse bei einem prüfenden Blick auf den Tankanzeiger. Irgendwo an dieser perfekten Autobahn müsste doch jetzt mal eine Tankstelle kommen…. Nitschewo. 350km gefahren. 360…. Wer Wanderdünen kennt, weiss, dass 400 die absolute magische Grenze mit einer Tankladung ist, und das auch nur mit Glück und defensivem Fahren. In ihrer Verzweiflung scherte die Pilotesse an der nächstmöglichen Ausfahrt von der Autobahn ab und ins nächste Dorf. Tankstelle, hurra! Aber kein Geldautomat. Keine Eurozahlung möglich. Das Polnisch der Pilotesse im selben Maß vorhanden wie ein Steak im Kühlschrank von Gwyneth Paltrow… – „Karta?“ Karta geht, hurra! Vollgetankt und wieder zurück Richtung Autobahn. Auf der Zubringerstrecke ließ die Pilotesse die kleine Wanderdüne dann mal alleine fahren und kochte sich einen Kaffee, denn angesichts der tiefen Spurrillen lief das Wohni ohnehin wie auf Schienen… – Scherz . Tatsächlich aber sind die polnischen Straßen neben der Autobahn meist in einem deutlich schlechteren Zustand und gerade mit dem schmalen Radstand des L300Vorsicht geboten.
L300 Fahrer kommst Du nach Polen – merke: Zum Tanken musst Du runter von der Autobahn 😉 dafür sind die polnischen Raststätten viel großzügiger und einladender dimensioniert als die deutschen. Und die Autobahn WCs um ein vielfaches sauberer, jawohl!

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Auch Polen war jedoch trotz der verlockenden Namen wie Wroclaw, Lodz und Lublin nur ein Transitland auf dieser Reise. Ein etwa 200 km langer Abschnitt der Fahrt im Inneren Polens (dort fehlt noch ein Stück Autobahn) verschaffte der Pilotesse, die bisher noch nirgendwo in Osteuropa unterwegs war, dann aber doch noch einen interessanten Einblick ins Land.

Nach vielen Stunden Fahrzeit und zwei vollen Tagen im Cockpit kam die Pilotesse dann nach Dorohusk an die Grenze zur Ukraine. Und hier wurde es dann so richtig „grenzerisch“. Penibel kontrollierten die polnischen Beamten Fahrzeug, Fahrzeugpapiere, Führerschein. Alle Türen mussten geöffnet werden und nicht zuletzt die Papiere der Hunde wurden genau beäugt. Von den polnischen Zöllnern als unbedenklich eingestuft wurde die Pilotesse samt Gefährt schliesslich an die ukrainischen Kollegen weitergereicht, wo sich das Ganze ebenso penibel wiederholte. Merke: Talontschiks sind nur scheinbar unwichtige kleine Zettel, auf denen von einem – bewaffneten – Grenzer Autokennzeichen und Zahl der Insassen notiert werden. In Wahrheit sind sie der magische Schlüssel, der von Amtsperson zu Amtsperson weitergereicht und abgestempelt wird, um am Ende von einem – bewaffneten – Grenzer wieder einkassiert zu werden, ehe sich der Schlagbaum öffnet. Zur Kontrolle der Hunde und deren Ausweisen wurde extra ein sehr freundlicher Veterinär herbeizitiert, die Kommunikation mit dem ebenfalls sehr freundlichen Zöllner lief in gutem Englisch. Denn auch das Ukrainisch der Pilotesse ist vergleichbar mit dem oben schon einmal erwähnten Steak im Kühlschrank von Gwyneth Paltrow… Nach insgesamt einer Stunde tuckerte der kleine L300 schliesslich viel bestaunt auf ukrainischen Boden. Weit und breit war nirgendwo überhaupt auch nur der Zipfel eines Wohnmobils zu sehen.

Wer jetzt an dieser Stelle einen ausführlichen Bericht über eine große Ukraine-Fahrt erwartet mit all den üblichen großen Städten von Kiew bis Odessa, den muss die Pilotesse enttäuschen. Ziel ihrer Reise war ein winziges Dorf mit einem unaussprechlichen Namen und einer schottrig schlaglöcherigen Zufahrtsstrasse einige Dutzend Kilometer hinter der Grenze. Dort fiel die Pilotesse unter dem endlosen Himmel der Ukraine „aus der Zeit“ und die kleine Wanderdüne stand unbehelligt einfach nur am Straßenrand.

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Ein einmaliger Besuch anläßlich Besorgungen in der nächstgrößeren Stadt mit ihrem quirligen Basar und den vielen Herausforderungen der Zukunft, die auf dieses Land zurollen und den Zeugen der Versäumnisse und Entbehrungen nicht nur der Vergangenheit, war die einzige Unterbrechung einer Abfolge von Tagen in einer anderen Welt aus einer anderen Zeit.

Auch wenn die Rückreise deutlich anstrengender war als die Hinreise – drei Stunden Warte- und Abfertigungszeit an der Grenze sei Dank – wird dies sicher nicht unsere letzte Reise in den „wilden Osten“ gewesen sein.

To boldly go….. – auch wenn wir die Schilder noch mühsam zusammenbuchstabieren müssen…

 

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Fortbildungsmotel

Anläßlich eines beruflichen Lehrgang durfte die kleine Wanderdüne erstmals Ausflugsluft schnuppern: Es ging auf eine grössere Tour gen München, die nach einem mit Informationen gespickten Samstag in einem sehr beschaulichen Abend am schönen Soyensee endete.

Ein schöner Saisonauftakt 🙂

Am Soyensee - Sonnenuntergang

Frühlingsgefühle

Da steht sie, die kleine Wanderdüne, auf dem Parkplatz hinterm Haus in der Sonne, damit die Solarplatten die Bordbatterie so richtig vollladen können. Am Wochenende geht es zu einer ersten kurzen Ausfahrt, hurra!! Vorher heisst es noch Wasser bunkern und frostempflindliche Sachen wieder zurück ins Wohni räumen.

Außerdem hat die Pilotesse gestern abend noch ein Verbindungsbrett zwischen die beiden Sitzbänke montiert, und zwar so, dass die eine Längskante auf der Abtrennung von Fahrerkabine zu Aufbau aufliegt. Dort wurde das Brett mit zwei Scharnieren verschraubt, untendrunter kamen zwei Möbelfüße. So ist in kürzester Zeit eine Art Rundsitzgruppe entstanden, deren neu geschaffenes „Mittelteil“ ganz einfach hochgeklappt werden kann – keine Verrenkungen mehr, um in die hintersten Ecken des Stauraums (oder die Schaltkonsole der Elektrik am Ende der Längs-Sitzbank….) zu kommen 😀

Frühlingsluft

So langsam macht sich der Wohnmobilvirus wieder bemerkbar und die Pilotesse wird unruhig.

Eine kleine Ausfahrt käme ihr jetzt gar nicht mehr ungelegen…aber irgendwie passt es mit der Terminplanung noch nicht.  Und so steht die kleine Wanderdüne vorerst noch wohlverwahrt in ihrem Quartier. Allerdings hat sie sich als Organspender für einen vierrädrigen Kollegen betätigt: Der eingelagerte Originalkühler verhilft hoffentlich noch zu langen Fahrten 😉

Dass der Frühling und damit das Wiedererwachen der Wohnmobile naht, zeigt auch ein Blick in die Presse. Immer öfter werden Neuigkeiten für das Wohnmobilistenleben vorgestellt, so auch die runde Auffahrrampe. Was sich auf den ersten Blick nach einem Aprilscherz anhört, ist beim näheren Betrachten eine verdammt clevere Idee – nachzulesen hier:

Fünf Jahre Mitsubishi L300 Wohnmobil

In diesen Wochen feiern der kleine L300 und die Pilotesse ihr fünftes gemeinsames Jahr.

Zeit, mal einen Rückblick zu wagen. In den letzten Tagen wurde die Pilotesse gefragt, ob sie es in der Zwischenzeit nicht schon mal bereut hätte, das kleine, PS-schwache, saufende Wohnmobil zu kaufen.

Eindeutige Antwort: Nein, überhaupt nicht. Insbesondere das „klein und PS-schwach“ sind stattdessen nach wie vor Argumente für genau dieses Wohnmobil. Das Fahren ist absolut streßfrei, weil jeder Gedanke an Hetze, Hektik, Überholmanöver oder „mal eben schnell“ überhaupt keine Chance hat. An diesem Wohnmobil ist nichts schnell, es hat den Beschleunigungsfaktor einer griechischen Landschildkröte, da braucht man nix beschönigen wollen. Es schafft daher bereits spielend an der ersten Autobahnauffahrt, was viele Psychotherapeuten ihren gestreßten und genervten Burn-Out-Kunden  jahrelang nicht beibringen können: Es entschleunigt total. Unbezahlbar!

Die Größe hat die Pilotesse bisher auch noch nicht bereut. Allerdings, und auch das muss man fairerweise sagen, ist der L300 bei der Pilotesse auch eher Singlemobil beziehungsweise zur Zeit mobiles Altersheim für ältere Hundedamen. Gelegentliche Reisen mit insgesamt zwei Zweibeinern sind überhaupt kein Problem, aber die Reisenden sollten sich schon mögen. Wie im L300 vier Personen entspannt Urlaub machen sollen, wie vom Hersteller vorgesehen, ist der Pilotesse aber absolut schleierhaft.

Im Innenbereich ist der L300 genial in seiner Raumausnutzung, die modernen Kastenwagenmobile (die den äußeren Maßen des L300 am nächsten kommen) sind, soweit von der Pilotesse beäugt, wesentlich enger. Erreicht wird das durch den Alkoven und, im Fall der kleinen Wanderdüne zusätzlich durch eine Umbaumaßnahme der Pilotesse. Die hat nämlich den fest montierten Tisch ausgebaut und aus der Mittelsitzgruppe mit einem zusätzlichen Querriegel eine Rundsitzgruppe mit festem Einzelbett gebaut. Als Tisch dient ein federleichter winziger Klapptisch, der während der Fahrt im Schrank verschwindet. Sehr oft kommt die Pilotesse aber auch ohne den Tisch aus, kann dafür mit hochgelegten Füßen bequem quer im Wohni lümmeln.

Den Originaltisch auszubauen verschafft dem Innenraum deutlich mehr Bewegungsfläche und macht den L300 auch optisch viel geräumiger. Nicht zuletzt spart es auch an Gewicht, was bei dem kleinen Hüpfer durchaus ein Thema ist.

Dadurch daß der L300 so winzig ist, hat er natürlich im Stadtverkehr enorme Vorteile. Im Prinzip kommt er überall hin, wo  ein kleiner Mercedes Sprinter hinkommt, der Wendekreis ist auch nach fünf Jahren gemeinsamer Fahrt immer noch staunenswert. Einparken und ausparken auf ganz normale PKW Parkplätze ist völlig unproblematisch – und natürlich auch das Kurven durch enge Altstadtstraßen oder schmale englische Nebensträßchen. Die Pilotesse kann mit dem L300 ganz eindeutig in Galaxien vordringen, die anderen, weitaus hochentwickelteren Technologien, äh, Wohnmobilen, für immer verwehrt sind.

Wer will schließlich schon immer dahin, wo schon alle anderen sind .

Kommen wir zum dritten Punkt, der Sauferei. Der Spritverbrauch ist stark von der Fahrweise abhängig. Die Wanderdüne als Benziner schafft tachomäßig in der Ebene 120 km/h. Da klingt dann aber der Motor bereits recht gequält und der Tanknadel kann man beim Abstürzen zusehen. Fährt man aber „Tacho 95/100“ = GPS gestützte reale 90 km/h bleibt der Spritverbrauch überschaubar, bei realen 80-85 km/h sind es bei der Pilotesse zwischen 10 und zwölf Litern auf 100 Kilometer. Natürlich ist ein fast 30 Jahre alter Kleinlaster mit der Windschnittigkeit einer Schrankwand kein sparsames Verbrauchswunder, schon gar nicht in der Benzinermotorisierung. Andere Wohnmobile, auch modernere, sind übrigens gar nicht so viel sparsamer, im Gegenteil.

Noch ein Pro-Argument für den L300: Die robuste Technik. Null Elektronik. Kein technischer Firlefanz im Motorraum, nur ein guter, solider Motor. Keine Microchips, keine Computertechnik .

Genial!

Ebenfalls ein Pro-Argument: Die Reparaturkosten. Die Pilotesse hat Einblick in die Wartungs- und Reparaturkosten verschiedenster Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller und sie lässt in einer Meisterwerkstatt reparieren: Der L300 befindet sich eindeutig am unteren Ende der Kostenskala. Die Ersatzteillage ist, allen Unkenrufen zum Trotz, nach wie vor zufriedenstellend. Allerdings steht und fällt das auch mit dem Engagement der Werkstatt. Wer also an eine Werkstatt gerät, die sich noch als echte Werkstatt versteht, der möge sie hegen und pflegen. Allzuoft verbirgt sich hinter dem Begriff „Werkstatt“ nämlich nur noch ein Autoverkäufer, der höchstens elektronische Fehlermeßgeräte auslesen und deren Austauschanweisungen Folge leisten kann. Solche „Werkstätten“ sind für den L300 Besitzer völlig ungeeignet und können einem die Freude am Fahrzeug durch Fehlinformationen oder ahnungslose Pseudoreparaturen gründlich verderben.

Was würde die Pilotesse im Rückblick anders machen?

Sie würde bereits viel früher eine Solaranlage installieren und in eine gute, teure Bordbatterie investieren und die Bordelektrik/Innenbeleuchtung früher modernisieren. Dank der Solaranlage ist die kleine Wanderdüne völlig autark unterwegs und das ist ein Riesenvergnügen.

Ansonsten würde die Pilotesse nur noch eines ändern: Vieeeeeeeel öfter wegfahren …

Blankes Entsetzen im englischen Kreisverkehr

Auf der Fahrt durch England hatte die Pilotesse in der Tat einen Augenblick höchsten Entsetzens. Beim Anfahren in einen der typischen Kreisverkehre bockte der kleine L300 plötzlich, als hätte die Pilotesse nicht den ersten Gang eingelegt, sondern gleichzeitig einen tonnenschweren, an der Hinterachse befestigten Anker ausgelegt, der mit Macht nach hinten ruckte, während das tapfere Wohni eigentlich nach vorne wollte….

Auf der Stirn der Pilotesse erschien in Großbuchstaben sofort: GETRIEBESCHADEN

Was tun? Warnblinkanlage an, im Kreisverkehr einen ruhigen Bereich suchen, Ruhe bewahren. Motor aus. Beten, dass keiner hinten drauf fährt. Nachschauen, ob irgendwas unter dem Wohnmobil tropft, hängt oder abgerissen ist. Negativ. Den Wohnmobilgöttern sei Dank! Kein Öl am Getriebe. Fieberhaft in den weiblichen Gehirnwindungen herumsuchen wie verdammt nochmal ein Getriebe aufgebaut ist und was schiefgelaufen sein kann. Zwei Wellen, Zahnräder, Antriebswelle, verschieben über die Schaltmechanik….

Okay. Schalten, Pilotesse, einfach mal im Stand mit sanfter Frauenhand sauber durchschalten. Auskuppeln, Gang neu einlegen, erster, zweiter…geht doch. Dritter, vierter, fünfter, Rückwärtsgang…erster, auskuppeln.

So weit, so gut. Tief durchatmen.

Und nun? Anfahren, einfach mal anfahren. Gannnnnzzzz langsam Kupplung kommen lassen…Wohni tut, als sei nie was gewesen. Anrollen, hochschalten, raus aus dem Kreisverkehr.

Zwei Kilometer geradeaus, Kreisverkehr. Mit Ampeln, ausgerechnet. Anhalten…

Fährt das Wohni nochmal an? Problemlos !

…und das tat es dann auch die folgenden zweitausend Kilometer.

Die Werkstatt des Vertrauens, der das Wohni zuhause umgehend vorgeführt wurde, vermutet einen nicht korrekt eingelegten beziehungsweise falsch verzahnten ersten Gang. Nicht auszuschliessen. Kann vorkommen. Weil erster Gang nur einfach synchronisiert, oder so.

Fühlt sich aber echt scheisse an. Echt jetzt .

Wenn der liebe Gott ein Wanderer wäre….

….dann hätte er ein Cottage im Lake District.
Die Pilotesse wird gelegentlich gefragt, weshalb es sie denn immer wieder nach England zieht, andere Mütter hätten doch auch schöne Söhne. Beziehungsweise andere Länder doch auch schöne Landschaften.
Jaaaaa, schooooon….aber die Gesamtheit von Land, Landschaft und Leuten ist bisher noch nirgendwo so stimmig für die Pilotesse gewesen wie auf der Insel.
Und die Fotomotive sind nicht zuletzt atemberaubend 😉 – in jedem Fall beim Hochschnaufen!

(Klick auf ein Bild öffnet Diashow – lohnt sich!)

Wir sind wieder da!

Pilotesse & Co inklusive Wohnmobil sind heil wieder aus dem Englandurlaub zurück .

Jetzt heißt es erst einmal Fotos sichten, Wäsche waschen und die letzten englischen Leckereien verdrücken. Gut, dass die Pilotesse 1 & 3 gleichzeitig machen kann, und um 2 kümmert sich ja schließlich die Waschmaschine.

Ganz kurz vorab: Es war ein reiner Wanderurlaub dieses mal – der grösste Ort, den wir auch als Einkaufsbasis genutzt haben, war das kleine Gosforth mit sagenhaften 1230 (in Worten: eintausendzweihundertunddreissig) Einwohnern. Dafür besitzt es ein über tausend Jahre altes Wikingerkreuz, dass mit seinen mehr als vier extrem schlanken Metern recht unauffällig im kleinen Kirchhof herumsteht – Bilder folgen.

Stationiert war das Wanderabenteuer im Wasdale, einem Tal im westlichen Lake District. Sehr fotogen, sehr anstrengend und sehr, sehr schön:

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Wast watercroped„. Licensed under Public domain via Wikimedia Commons.

Als absolute Krönung hat der Wettergott dieses mal einen drauf gelegt: Es kam keine einzige Regenjacke oder Jacke zum Einsatz – noch nicht einmal ein Pullover oder eine Weste. Top-Wetter bis zur letzten Minute – und wir haben uns nur darüber geärgert, keine kurzen Hosen eingepackt zu haben. Bekleidungstechnische Neuerwerbung dieses Urlaubs: eine Schirmmütze gegen die Sonne! Das gab es auch noch nie.

Bilder folgen, wie schon gesagt. Vom Tal natürlich und den Wanderungen, nicht von der Schirmmütze !
Ach: Und Rivendale ist ab sofort aus den Planungsunterlagen gestrichen bis zum St. Nimmerleinstag. Wankt die Pilotesse dort doch morgens um sechs zum mit vierstelligem Pincode gesicherten Sanitärblock und was steht da groß außen an der Tür? WARNING – CCTV in operation. Bitte wer? Die Pilotesse schaut sich vor der Tür um, oben unten, rechts und links – nirgendwo eine Kamera. Kratzt sich die verquollenen Augen, schüttelt das verschlafene Haupt, tippt den Code ein, schlurft in den Sanitärblock….. hängt da nicht oben an der Decke eine Überwachungskamera?? Ja bitte geht’s noch? Natürlich gibt es im Sanitärblock geschlossene Wasch- und Naßzellen, aber irgendwo ist dann mal Schluss mit lustig. Rivendale hätte  gescheiter in eine neue Geschirrspülsituation investiert statt  in eine Spannerkamera: Da steht frau nämlich im luftigen Bretterschuppen und kratzt die Kochreste der sieben Vorspüler aus dem Waschbecken, ehe sie ihr Geschirr ins immerhin heiße Wasser tauchen kann. Und wohl dem, der seine eigene(n) Spülschüssel(n) dabei hat – denn ansonsten parkt das saubere Geschirr auf einer Gitterablage, deren Hygienezustand jeder Beschreibung spottet. Und die Pilotesse ist da nicht zimperlich… Nein Rivendale, so geht es leider nicht. Schon gar nicht in eurer Preiskategorie.  .

Rivendell, wir kommen

Naja, nicht Rivendell, aber immerhin Rivendale.

Die Pilotesse und die kleine Wanderdüne waren schon einmal dort, auch auf dem Weg in den Lake District.

 

Und das Wetter schaut für englische Verhältnisse und September bislang gar nicht mal schlecht aus 🙂 !!wetter

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