Der Trick mit dem Tank

Für jeden Besitzer eines L300 Wohnmobils kommt  er, früher oder später, irgendwann: Der Moment des ersten Betankens.

Der frischgebackene Wohnmobilist schraubt in tief gebückter Haltung ehrfurchtsvoll den meist noch ganz altmodisch per Zündschlüssel abzuschliessenden Tankdeckel auf, greift sich den Tankstutzen an der Tankstelle (Benziner bitte niemals E10, das vertragen unsere alten Schätzchen mit ihren echten Vergasermotoren überhaupt nicht!), steckt ohne unanständige Hintergedanken den Tankrüssel ins Tankrohr, arretiert den kleinen Bügel am Stutzen, der das Benzin ungehindert fliessen lässt und richtet sich erwartungsvoll auf.

Noch ehe sich der Oberkörper des Wohnmobilisten in der Senkrechten befindet, macht es laut und vernehmlich „Klack!“ und der Tankrüssel schaltet die Benzinzufuhr ab. Kann ja mal passieren, denkt sich der Frischling und das Spiel wiederholt sich. Und wiederholt sich. Und wiederholt sich….dabei ist der Tank doch fast leer!

Halt halt, mein Freund, das ist doch kein Grund, an der Tankstelle zum HB-Männchen oder -Frauchen zu mutieren – das geht jedem so!

Da das Tankrohr beim L300 recht lang und schmal ist, sammeln sich dort sehr schnell Benzingase, auch wenn der Tank noch längst nicht voll ist. Die empfindlichen Sensoren an den modernen Tankstutzen schalten den Benzinzulauf dann sofort ab, weil sie glauben, der Tank sei bereits voll. Besonders pingelig sind nach Erfahrung der Pilotesse übrigens die Sensoren des Konzerns mit der gelben Muschel im Logo, aber im Grunde geben sich alle nicht viel.

Als Gegenmaßnahme hat sich bewährt, den Tankstutzen zuerst mal in der Hand zu behalten und auf die Automatik zu verzichten. Die zweite Stufe wäre, den Stutzen nicht komplett im Tankrohr zu versenken – humanoid-optische Kontrolle ist angesagt: Hingucken, Freunde! Der dritte und ultimative Trick ist, den Stutzen dann noch um 90° nach links oder nach rechts zu drehen.

Dann klappt’s auch mit dem Tanken .

 

 

 

Werbeanzeigen

Vogesenausfahrt

Nach einem Putzfimmelanfall am Samstagvormittag (Fenster!! ) verabschiedete sich die Pilotesse anschliessend noch in ein Mini-Wochenende in die – na, wohin wohl – Vogesen. Der verregnete Samstagnachmittag verschaffte dann genügend Muße zum Einkaufen, Kochen und stundenlangem Schmökern beim Rumfläzen im Wohnmobil.

Der Sonntag begann seinem Namen alle Ehre machend ausgesprochen sonnig und hielt das auch durch bis zur abendlichen Heimfahrt. Die erhoffte klare Fernsicht in den Vogesen nach dem Regensamstag konnte sich die Pilotesse allerdings abschminken – es war und blieb dunstig und der Fotoapparat damit landschaftlich unterbeschäftigt. Schön war es aber trotzdem und das kleine Wohnmobil hat alle Funktionstests für den anstehenden Urlaub bestanden.

Blick zurück

Blick zurück

 

Handbremse anziehen und Lenkung einschlagen ;)

Handbremse anziehen und Lenkung einschlagen 😉

IMG_1322

Kuckuck!

Frühling in den Vogesen

 

Die Pilotesse hat über den Winter tatsächlich eine Gelbatterie im Aufbau geschrottet – die teure Mimose ist so hoffnungslos tief tiefenentladen, dass keine einzige Amperesekunde mehr darin gespeichert wird. Also gab es eine neue, „normale“ Batterie der Firma Winner, die gezielt für den Betrieb mit einer Solaranlage ausgelegt ist. Warum Wohnmobilbauer übrigens den Standort der Versorgungsbatterie so auswählen, dass er nur für Bodybuilder zugänglich ist, wird sich der Pilotesse nie erschließen – sie hat die 25 Kilogramm Batterien jedenfalls unter äußerst blumigen Verwünschungen aus- und eingebaut… Auch diese Batterie hatte ihren Funktionstest zu bestehen und  für den Betrieb der Kühlbox und des sonstigen Kleinkrams nur ein müdes Lächeln übrig.

Der feine weisse Belag auf dem Öldeckel ist übrigens nicht wieder aufgetreten – das war wohl doch Kondenswasser im Öl durch den Kurzstreckenbetrieb. Es kann also jederzeit losgehen auf große Fahrt!

Quietschquietschquietsch…..

Nervige Quietschgeräusche vorne links nach dem Werkstattbesuch?

Manchmal ist die Lösung so einfach: Runter mit der Radblende !

Ölwechseltermin

Bevor wir irgendetwas anderes machen, machen wir jetzt erst mal einen Ölwechsel, haben Pilotesse und Werkstatt beschlossen. Der wäre ohnehin fällig, denn seit dem letzten Ölwechsel sind immerhin 7000 km vergangen.

Die Werkstatt hat der Pilotesse empfohlen, 15W40 Mehrbereichsöl zu besorgen und das hat sie auch brav getan. Zusammen mit dem Öl wird sie am Montag auch das Wohni in der Werkstatt anliefern und dann schauen wir mal, ob sich da der Kurzstrecken-zur-Arbeit-fahr-Betrieb bemerkbar gemacht hat oder ob da tatsächlich die ZKD maunzt.

Ein schönes Wochenende da draussen!

Drücken hier und pressen da….

… und nein, das ist kein Schwangerschaftsblog geworden, alles gut .

Die Pilotesse hatte heute die ehrenvolle Aufgabe, ihrem zyklopenhaften Jerome wieder zu zwei strahlenden „Augen“ zu verhelfen. Praktischerweise war die Scheinwerferbirne ja auf derselben Seite kaputt, auf der ohnehin schon seit längerem die Birne des Standlichts gewechselt werden wollte. Zwei Birnen mit einer Klappe, sozusagen. Die Pilotesse zog das Handbuch zu Rate, schraubte fröhlich die Schrauben aus der Standlicht-/Blinkerkombi und tauschte das erste Birnchen.

Null Problemo.

„Lösen Sie die innere der drei Schrauben an der Scheinwerferhalterung (die beiden anderen dienen zur Einstellung des Scheinwerfers und sollten nicht verstellt werden), drücken Sie den gesamten Scheinwerfer nach innen und drehen Sie ihn nach links aus seiner Halterung.“

Einfach.

Öhm.

Tja.

Ups….

Die haben bei der Beschreibung irgendwie vergessen zu erwähnen, wie die Blende rund um die Scheinwerfer abgeht. Und ohne die Blende zu entfernen kommt die Pilotesse nicht an besagte innere Schraube. Angeschraubt ist das Blendending aber auch nirgendwo, außer an den beiden Schrauben, die auch die Blinker-Standlichtkombi halten. Dann muss es da wohl irgendwie anders reingeschoben sein…

Also drücken wir mal vorsichtig. In die eine Richtung und die andere.

Tut sich nix…

Na gut, es ist der erste Birnenwechsel seit mindestens fünf Jahren, da kann sich schon mal etwas hartnäckig festsetzen.

Logisch wäre, dass sich die Blende nach aussen irgendwie wegschieben lässt und irgendwie arretiert ist.

Nachdem die Blende auf liebevolles Drücken nicht reagiert, fährt die Pilotesse jetzt schärfere Geschütze auf, frei nach dem Motto „ein L300 ist schliesslich nicht aus Pappe und wird schon nicht kaputtgehen“: Ich krieg dich, Bürschchen !

Und siehe da, einige kräftige Schläge nach aussen mit dem Handballen später löst sich die Blende aus ihren zwei Steckverbindungen. Schraube lösen, Scheinwerfer nach innen drücken und nach links drehen – „nicht so zimperlich, das Auto hält auch einen Mann aus“ – und schwupp hat die Pilotesse den Scheinwerfer in der Hand.

Stecker abziehen, Gummidichtung abnehmen, Birnenhalterung lösen (schon wieder drücken und drehen), Birnchen raus und gegen eine neue R2  ausgetauscht.

Einmal Licht an, Warnblinker an, alles an – alles geht. Hurra!

Das ist ja einfach.

Dass die Pilotesse beim Einbauen dann prompt die Gummidichtung vergessen hat und den ganzen Vorgang nochmal wiederholen durfte, verbucht sie einfach unter „Übung macht den Meister“.

Gadget fürs Wohnmobil

Im Moment schlummert das Wohni zwar friedlich vor sich hin, aber die Pilotesse ist immer wachsam: Beim Kaffeeröster mit dem großen T gibt es heuer einen Autostaubsauger für den Zigarettenanzünder mit vier Meter langem Kabel – reduziert auf 15 Euronen.

Den haben wir natürlich sofort einkassiert und beiseite gelegt für den nächsten Urlaub mit Hund und Sand & Co 🙂

Windstärke 10 in den Vogesen

Die Pilotesse und die kleine Wanderdüne haben ihren bisher heftigsten Sturm erlebt: Windstärke 10 am Grand Ballon in den Vogesen.

Und nein, das war nicht lustig. Schon im Stand auf dem Parkplatz hatten wir das Gefühl, dass das kleine Wohni sich immer aus seinen Stoßdämpfern und Federn heraushebt, als wollte es fliegen, und bei der Abfahrt die Serpentinen entlang in die Rheinebene musste die Pilotesse sich öfter vorsagen, dass zwei Tonnen Metall nicht so einfach davongeweht werden – auch wenn es sich beinahe so anfühlt. Wir tuckerten seeeeeeeehr langsam und die Pilotesse war heilfroh, wenn der Wind an eindrucksvollen Abhängen von der „richtigen“  Seite kam .

Wie dem auch sei – ein L3oo lässt sich auch bei nachgewiesenen 10 Beaufort noch auf den richtigen Weg bringen und mit dem Wind von hinten waren wir auf der Heimfahrt in unserer segelmäßigen Eigenschaft als rollende Schrankwand dann auch so richtig sparsam unterwegs  .

Die abenteuerliche Ausfahrt aus den Vogesen war der krönende Abschluß eines wunderschönen Wochenendausflugs in die Vogesen!

Vorherige ältere Einträge Weiter Neue Beiträge